Kontaktlinsen Werte verstehen – BC, DIA, Sphäre, Zylinder, Add erklärt
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Wer Kontaktlinsen online bestellen möchte, steht häufig vor kryptischen Abkürzungen wie BC, DIA oder SPH. Diese Werte sind entscheidend für Sitz und Sehqualität. Einen Überblick über verschiedene Linsentypen und Marken finden Sie auf unserer Kontaktlinsen Preisvergleich Schweiz Seite.
Sphäre (SPH) – die eigentliche Sehstärke
Die Sphäre beschreibt die Korrektur von Kurzsichtigkeit (Minuswerte) oder Weitsichtigkeit (Pluswerte).
Beispiele:
−2.00 dpt → Kurzsichtigkeit
+1.50 dpt → Weitsichtigkeit
Dieser Wert bestimmt, wie stark das einfallende Licht gebrochen wird, damit es exakt auf der Netzhaut fokussiert wird.
Basiskurve (BC) – wie stark die Linse gewölbt ist
Die Basiskurve gibt die Krümmung der Kontaktlinse an. Sie wird in Millimetern angegeben, zum Beispiel 8.4 oder 8.6.
Die BC muss zur Krümmung Ihrer Hornhaut passen.
Ist sie zu steil oder zu flach, kann die Linse:
rutschen
drücken
unscharfe Sicht verursachen
den Tränenfilm stören
Eine passende Basiskurve sorgt für stabilen Sitz und gleichmäßige Beweglichkeit beim Blinzeln.
Durchmesser (DIA) – die Größe der Linse
Der Durchmesser wird ebenfalls in Millimetern angegeben, häufig zwischen 13.8 und 14.5 mm.
Er beeinflusst:
die Abdeckung der Hornhaut
den Sitz
die Stabilität
BC und DIA arbeiten immer zusammen. Beide Werte sollten exakt den Anpassdaten entsprechen.
Zylinder und Achse – bei Hornhautverkrümmung
Bei Astigmatismus reicht eine normale sphärische Linse nicht aus. Hier kommen torische Kontaktlinsen zum Einsatz.
Zusätzlich zur Sphäre werden zwei weitere Werte angegeben:
Zylinder (CYL)
Der Zylinderwert korrigiert die unterschiedliche Krümmung der Hornhaut.
Achse (AX)
Die Achse wird in Grad (0–180°) angegeben und bestimmt die genaue Ausrichtung der Korrektur.
Damit die Sicht stabil bleibt, muss eine torische Linse exakt positioniert bleiben. Moderne Stabilisationsmechanismen verhindern ein Verdrehen auf dem Auge.
Additionswert (ADD) – bei Altersweitsichtigkeit
Bei Presbyopie wird zusätzlich ein Additionswert angegeben. Dieser unterstützt das Sehen im Nahbereich.
Hier kommen Multifokale Kontaktlinsen zum Einsatz.
Der Add-Wert wird häufig in Stufen angegeben:
Low
Medium
High
Oder als Dioptrienwert.
Multifokale Linsen besitzen mehrere optische Zonen, die gleichzeitig verschiedene Entfernungen abdecken.
Technische Eigenschaften verstehen: Mehr als nur Stärke
Neben den klassischen Sehwerten spielen Materialeigenschaften eine zentrale Rolle für Komfort und Augengesundheit.
Sauerstoffdurchlässigkeit (Dk/t) – warum sie so wichtig ist
Die Hornhaut besitzt keine eigenen Blutgefäße. Sie wird direkt über die Umgebungsluft mit Sauerstoff versorgt. Eine Kontaktlinse liegt jedoch direkt auf der Hornhaut – sie wirkt also wie eine zusätzliche Barriere.
Die Sauerstoffdurchlässigkeit wird als Dk/t-Wert angegeben.
Je höher dieser Wert, desto besser kann Sauerstoff durch die Linse zur Hornhaut gelangen.
Eine hohe Sauerstoffversorgung:
unterstützt die natürliche Stoffwechselaktivität
reduziert Rötungen
vermindert Ermüdungsgefühle
trägt langfristig zur Augengesundheit bei
Moderne Silikonhydrogel-Linsen erreichen deutlich höhere Dk/t-Werte als klassische Hydrogel-Materialien. Besonders bei längeren Tragezeiten ist eine gute Sauerstoffversorgung entscheidend.
Besonders bei längeren Tragezeiten, wie sie bei Monatslinsen üblich sind, spielt eine hohe Sauerstoffversorgung eine zentrale Rolle.
Bei Tageslinsen hingegen steht häufig der hygienische Komfort im Vordergrund.
Wassergehalt – Komfortfaktor mit Einschränkungen
Der Wassergehalt wird in Prozent angegeben, zum Beispiel 38 % oder 55 %.
Viele gehen davon aus, dass ein hoher Wassergehalt automatisch mehr Komfort bedeutet. Das ist jedoch nicht immer korrekt.
Hoher Wasseranteil:
kann anfangs weich wirken
kann bei instabilem Tränenfilm schneller Feuchtigkeit verlieren
kann bei empfindlichen Augen schneller austrocknen
Moderne Materialien setzen daher nicht nur auf Wassergehalt, sondern auf intelligente Oberflächen- oder Benetzungstechnologien.
Komfort entsteht durch das Zusammenspiel aus:
Material
Sauerstoffdurchlässigkeit
Oberflächenstruktur
individueller Tränenfilmqualität
Gerade bei trockenen Augen sind daher nicht nur Prozentwerte entscheidend, sondern die gesamte Materialtechnologie.
Warum diese Werte exakt übernommen werden sollten
Kontaktlinsenwerte stammen aus einer professionellen Anpassung durch Augenoptiker oder Augenärztinnen und Augenärzte. Diese Daten sollten unverändert übernommen werden.
Eigenständige Veränderungen können:
zu unscharfer Sicht führen
die Hornhaut belasten
langfristig Schäden verursachen
Wer unsicher ist, sollte die Werte vor einer Bestellung nochmals überprüfen lassen.
Fazit
Kontaktlinsen bestehen nicht nur aus einer Sehstärke. BC, DIA, Zylinder, Achse und Add bestimmen Passform und optische Präzision.
Zusätzlich beeinflussen Sauerstoffdurchlässigkeit und Wassergehalt den Tragekomfort und die langfristige Augengesundheit erheblich.
Wer diese Werte versteht, kann fundierte Entscheidungen treffen – und die passende Linse gezielt auswählen.
